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BMW-Boxer: Reifentipps
 

 

Bei meinen Moppeds war ich immer ein wenig markenblind - Metzeler war meistens der Reifen der Wahl.

An den Strassenmaschinen kam ich sehr gut mit ME55 und ME99 klar; auf den GSen tat´s der Enduro 3, wobei der auch schon mal nach 4000 kilometern in Norwegen aussieht wie Kojak nach dem Friseurbesuch.

Auf der G/S schlägt sich der Enduro 2 recht passabel als Allroundreifen.

Gut fand ich den Michelin T63: hält ziemlich gut auf Asphalt und erleichtert auf Schotter, in Sand und Schlamm das Vorwärtskommen doch erheblich .....

Klasse als Strassenreifen mit leichtem Enduroprofil sind die Mitas E08, die sowohl von Laufleistung als auch Preis eine sehr gute Alternative zu den Enduro 3 sind.

Mit dem Continental TKC 80 habe ich recht gemischte Erfahrungen gemacht: - nach dem direkten Wechsel von bereits recht weit heruntergefahrenem Mitas E08 auf einen Satz nagelneuer TKCs an der frisch umgebauten G/S dachte ich, mein Rahmen sei gebrochen ... ;-) während meine mitfahrenden Kumpels auf R 100 GS und R 1100 GS den Reifen als Wohltat auf den patagonischen Schotterpisten empfanden, war es für mich eher ein Rückschritt - strange! Die Maschine eierte auf grobem Schotter und erwies ich als recht träge, vor allem in verspurten Schotterpisten. Allerdings hatte ich den TKC auch in der Grösse 140/80 aufgezogen - dazu gleich mehr ...

Anfang 2007 habe ich mich doch nochmal für den TKC entschieden, um sicherzugehen, dass meine Eindrücke nicht durch den Eindruck der Fahrwerksänderungen an der G/S verwässert worden waren; während ich den ersten TKC bei KM-Stand 3500 nach Umbau aufgezogen hatte, war ich nun bereits etwa 50000 km mit der HPN-G/S gefahren. Begeistert war ich aber wiederum nicht vom TKC.

Dann habe ich es jetzt doch wieder versucht mit dem TKC, aaaaber diesmal in der Grösse 120/90 auf der 2.50-Zoll-Saxess-Felge - und es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht!

Die G/S zieht sauber durch Sand, Schotter und Schlam, die Handlichkeit auf Asphalt ist spielerisch, und ich erreiche endlich wieder die Flanken des Reifens ... ;-)

Ansonsten habe ich auf den letzten 75000 km folgende Reifen gefahren:

Bridgestone BT 45 (nur hinten, ein hervorragender Strassenreifen) und Heidenau K 60 (ebenso wie auf dem Vorderrad).

Ich hatte die Heidenaus nach Hansens wärmster empfehlung im HPN-Forum mal geordert, und zwar in 90/90 - 21 vorn und 140/80 - 18 hinten.

Gleich nach dem Aufziehen bin ich damit über unsere heimischen Wald- und Sandwege gepflügt; erster eindruck: kaum schlechter als die zuvor aufgezogenen Pirelli MT 21.

Anschliessend ging es auf eine Rundreise über den Balkan, die mich über gut 5000 km Autobahn, Landstrasse, Schotter- und Erdwege bis nach Griechenland führen sollte.

Der Heidenau hat sich dort wacker geschlagen:

Auf der Autobahn schön ruhig, ganz anders als der T63, und auf den ersten Paßstrassen super handlich.
Auf den Schotterpisten des Balkans überhaupt keine Probleme:

allerdings bin ich zwar zügig, aber auch nicht auf Risiko unterwegs gewesen (empfiehlt sich dort vielleicht nicht unbedingt ... ); dasselbe gilt für das Verhalten bei Nässe: ich habe den albanischen und diversen anderen Belägen nicht so recht getraut und wollte vor allem auch heil nach Hause kommen. aber ich musste das eine oder andere mal auch auf nassen strassen kräftiger bremsen, und so weit schlug der Heidenau sich wacker.

Nach der Winterpause (von Dezember bis Februar stand die G/S bei Rudi Kallenbachs Q-Tech) bin ich bis zur Laufleistung von 16000 (!) KM wieder auf den Heidenau unterwegs gewesen. Ich schätze, dass der Hinterreifen noch für etwa 2 - 3000 km gut ist - wie es bei Mudhoney heisst: "No end in sight" ;-)).

Ich bin bis jetzt schwer angetan, das ganze ja noch bei dem recht günstigen Preis für den Satz:


"Heidenau gibt die Preise wie folgt an...
11140075 3.00 - 21 51T K60 56.26 EUR
11140048 4.00 - 18 64S K60 78.88 EUR
Ich habe HR 67,- und VR 48,- €uronen bezahlt.

Sicher auch interessant ist der Mefo MFE 99, Preise lt. Mefo...
90/90-21 3.00-21 54T tt 60,90 EUR
120/90-18 4.00-18 71T tt 79,90 EUR "

(Bing im HPN-Forum)

 

#####

 

Ein einziges Mal hatte ich den Pirelli MT 21 ausprobiert.

Abgesehen von guter Traktion im Schlamm war der MT 21 eine Katastrophe:

pirelli hpn gs

Profilausbrüche, eieriges Verhalten im Sand, hoher Verschleiß - Nevermore!!

Im HPN-Forum hat Helmut Schaer alias . einmal eine schöne Übersicht der verschiedenen Reifen für eine GS gegeben:

"Der Zweck des Einsatzes bestimmt die Reifenwahl.
1. Autobahn, Landstraßen, normale Schotterwege: Hier brauche ich eigendlich keinen Stollenreifen. Hier fahre ich den Michelin T66
Der Reifen passt gut zur R 100 GS. Mit anderen Straßenenduroreifen habe ich wenig Erfahrung. Auf der Kreuzspeichenfelge schlauchlos zu fahren.
2. Landstraßen, Autobahn, Schotterwege, gel. auch sandige Wege: Der Conti TKC 80 ist hier für die R 100 GS sicherlich eine gute Wahl, aber auch der
Metzeler Karoo kann hier gefahren werden. Vorteil TKC: schlauchlos, keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Vorteil Karoo: wesentlich bessere Führung
des Vorderrades bei weichen Böden. Beide Reifen neigen bei mir wenn sie zu ca.2/3 abgefahren sind ab 160/170km/h zum Lenkerpendeln.
3. Schotterwege, Sandwege, Lehmige Böden, "Schlamm"und vor allem der ostfriesische Kleiboden: Hier ist der Conti schnell am Ende, das Profil setzt sich
zu und die Kuh schiebt gnadenlos über das Vorderrad. Bei der "Kopflastigen" vollgetankten PD ein einziger "Eiertanz". Vielen PD Fahrern bekannt. Hier ist der
Metzeler Karoo um klassen besser! Das wesentlich stärkere Negativprofil setzt sich nicht so schnell zu. Der Hinterreifen hat einen super Grip. Mit der Kuh bei
Nässe eine "Steilauffahrt" hinauffahren, da bleibt manchem LC4 Fahrer der Mund offen. ....."das hätte ich nicht gedacht"....
Der Metzeler Karoo trägt den M+S Aufdruck und ist deshalb auch für die R 100 GS zugelassen. Den Michelin T63 kenne ich hier leider nicht. Er hat aber keine M+S
Zulassung, deshalb darf er nicht auf der R100GS gefahren werden.
4. Sand, Sahara, heimische Cross-Bahn: Hier gibt es nur eine Wahl, Michelin Desert. Es ist unglaublich wie gut der Vorderreifen durch das Desert-Profil geführt wird.
Driften mit der Kuh plötzlich ganz einfach. Die Haltbarkeit des Reifen ist hervorragend. Nach zwei Platten und dann noch einem ausgerissenem Ventil bin ca. 50km ohne
Luft gefahren (Piste und bestimmt nicht langsam), der Reifen hat das problemlos mitgemacht.
5. Schlauchlos oder mit Schlauch: Fern einer heimischen Kompressoranlage wird es mitunter nicht möglich sein einen Schlauchlosreifen zu befüllen. Deshalb braucht man
sowieso Ersatzschläuche.
6. TÜV: Das Problem ist, dass die R100GS 90/90-21 54T, und 130/80-17 65T Reifen benötigt. Den Michelin gibt es leider nur für geringere Geschwindigkeiten "R",
deshalb ist eine Eintragung nicht möglich.
Mein Standartreifen ist jetzt der Metzeler Karoo. Er lässt sich auch auf nassen Landstrassen super fahren und hat bereit die Vorteile eines "echten" Stollenreifen ... "

 

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Drei Tipps zur Elektrik-Fehlersuche

... habe ich an dieser Stelle:

 

• den Verlauf des Stroms immer systematisch von der Batterie zur (vermuteten) Fehlerquelle oder dem ausgefallenen Gerät verfolgen. Hört sich dämlich an, wirkt aber oft Wunder...

• in die beiden Foren kucken: HPN-Forum, Boxer-Forum. Da werden Sie (meistens) geholfen!

• nach dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung vorgehen :

 

"Falls Du ein Meßgerät zur Hand hast, miß mal die Spannung an den Batteriepolen bei Motor aus (Soll >12V) und bei ~2500/min (Soll knapp 14V).
Falls bei laufendem Motor die Spannung nicht steigt, ist die LiMa tot.
Was ist nun kaputt?
Kurz zur Funktion:
Um Strom zu erzeugen braucht's ein Magnetfeld, durch das ein elektrischer Leiter bewegt wird. Üblicherweise macht man's jedoch so, daß man das Magnetfeld bewegt und stattdessen den Leiter (die Sekundärwicklungen) festhält.
Das Magnetfeld wird bei der Kuh nicht durch Dauermagnete, sondern durch Elektromagnete (den Rotor) erzeugt.
Das sind Eisenkerne, um die Spulen gewickelt sind, durch die man einen Strom (den sog. Erregerstrom) schickt, der die Eisenkerne magnetisiert.
Wenn die LiMa nicht tut, dann liegt der Fehler in 99.9% der Fälle im nicht vorhandenen Erregerstrom, d.h. daß sein Strompfad irgendwo unterbrochen ist.
Deshalb gucken wir uns jetzt diesen Strompfad mal genauer an:
Der Erregerstrom fließt
- von der Batterie (Pluspol)
- über's Zündschloß
- über die Ladekontrollleuchte
- über den Regler
- über die erste Schleifkohle am Rotor
- über die Rotorwicklung
- über die zweite Schleifkohle
- über die Masse
- zur Batterie (Minuspol)
Wir beginnen die Suche am Rotor.
- Massekabel an der Batterie abklemmen
- Lichtmaschinenhaube abnehmen
- Massekabel wieder anklemmen
- Zündung einschalten, Öldruck- und Leerlaufleuchte brennen, Ladekontrollleuchte ist aus
-> es fließt kein Erregerstrom
Die beiden Laufflächen der Schleifkohlen sind elektrisch voneinander isoliert und stehen nur durch die Rotorwicklung miteinander in Verbindung.
Deshalb legen wir jetzt mal eine elektrische Verbindung, indem wir z.B. den 13er Maulschlüssel aus dem Bordwerkzeug dran drücken.
- Ladekontrollleuchte brennt? -> Rotorwicklung unterbrochen -> Rotor austauschen!
- Ladekontrollleucht brennt nicht:
Guck Dir jetzt die Kabel an den Schleifkohlen an. Eines (braun) geht direkt an Masse, das andere kommt irgendwo von oben hinter der Diodenplatte.
Das liefert den Erregerstrom zum Rotor. Faß es mal mit einem Prüflämpchen an, das Du mit der Krokodilklemme an eine Kühlrippe eines Zylinders angeschlossen hast.
(Falls keine Prüflampe zur Hand (Schäm Dich!), zieh's ab, halte es direkt an Masse und guck, ob die Ladekontrolle brennt.)
- Prüflampe brennt? -> Erregerstrom wäre da -> Der Fehler kann jetzt nur noch an den Schleifkohlen liegen (z.B. so weit abgenutzt, daß sie keinen Kontakt mehr zur Lauffläche des Rotors haben) oder an der Masseverbindung.
-- Lege eine Brücke über beide Spiralfedern, die die Kohlen nach unten drücken, ohne jedoch zusätzlichen Druck auf die Schleifkohlen auszuüben.
--- Ladekontrolle brennt ? -> Schleifkohlen haben keinen Kontakt zur Rotorlauffläche
--- Ladekontrolle brennt nicht? -> Massekohle hat keinen Kontakt zu Masse
- Prüflampe brennt nicht? -> Unterbrechung liegt vor'm Rotor
- Tank abnehmen und nachsehen, ob der Dreifachstecker am Regler noch ordentlich sitzt (der kämpft manchmal gegen den rechten Gaszug).
-- Falls ja, mit 'ner Prüflampe nachsehen, ob Spannung auf dem Kabel ist, das von der Ladekontrollleuchte kommt. (Welcher Anschluß das ist, kann ich Dir auswendig nicht sagen. Zur Not an der Kabelfarbe orientieren, die von der Ladekontrolle wegführt.
--- Falls ja: -> Regler defekt -> Regler austauschen!
(Der Regler limitiert die Bordspannung, indem er immer, wenn sie zu hoch steigt, den Erregerstrom kurz unterbricht.)
--- Falls nein:
--- Birnchen der Ladekontrolle prüfen
---- defekt? -> austauschen
---- intakt? --> prüfen, ob vom Zündschloß Spannung drauf geschaltet wird.
(Das ist die einzige Funzel am ganzen Moped, die keinen direkten Masseanschluß hat. Sie sieht auf der einen Seite vom Zündschloß her die Batteriespannung und von der anderen die Lichtmaschinenspannung über den Weg, den ich eingangs als Strompfad des Erregerstromes dargestellt habe.)"

(von Clemens aus dem HPN-Forum)

 

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Und noch eine kleine Geschichte von Bernd Bauer aus dem HPN-Forum zu den ewig abrauchenden Rotoren:

"Es waren einmal zwei Brüder, die sich ihren Lebensunterhalt mit der Herstellung und Vertrieb von Teilen rund um die Elektrik von Oldtimern verdienten. Diese Brüder waren Armin und Walter Weihnachtslaube.

Bei W. Weihnachtslaube kaufte ich am 20.06.2006 (Rechnungsdatum) einen verstärkten Lima-Rotor für meine BMW.

Am 26.09.07 habe ich dann den defekten Rotor an ihn zurück geschickt.

Dies hatte ich vorher so mit Hr. W. Weihnachtslaube telefonisch besprochen. Bei dem Telefonat war er sehr freundlich und zuvorkommend. Die Kaufunterlagen hatte er während des Gesprächs auch innerhalb sehr kurzer Zeit gefunden.

Der frühe Rotortod war für mich zwar sehr ärgerlich, aber die Art und Weise wie sich Hr. W. Weihnachtslaube der Angelegenheit annahm hat mich positiv überrascht.

Heute hat sich Herr W. Weihnachtslaube bei mir tel. gemeldet. Er hat mir gegenüber geäußert, dass er die Rotoren von seinem Bruder bezieht und er würde ihm den defekten Rotor nicht reparieren bzw. ersetzten. Es hätte bei den Rotoren wohl schon sehr viele defekte gegeben und sein Bruder würde ihm als Händler nur ein Jahr Garantie auf die Teile geben.

Außerdem müsste er bei seinem Bruder für die Rotoren mittlerweile 90,- Euro bezahlen, während er (also A. Weihnachtslaube) sie für 65,- Euro im Internet verschleudern würde.

Ich äußerte meine Verwunderung darüber, dass man eine solche Angelegenheit nicht „unter Brüdern“ geregelt bekäme und wies daraufhin, dass mein Vertragspartner ja ohnehin Hr. W. Weihnachtslaube sei und ich Anspruch auf die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren habe.

Jedenfalls teilte Hr. W. Weihnachtslaube meine Auffassung bzgl. der Gewährleistung und bat lediglich darum, dass ich ihm noch eine Woche Zeit lasse, um die Angelegenheit doch noch mit seinem Bruder zu klären oder mir anderweitig Ersatz zu beschaffen.

Auch wenn es sich hier vielleicht nicht so liest, so verlief das Gespräch insgesamt sehr freundlich und zumindest für mich auch unterhaltsam.

Mal sehen wie es in einer Woche weitergeht...Der Inhalt dieses Beitrags und die Namen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten sind rein zufällig."

Anm.: Ich habe selber gute Erfahrungen mit den Austauschrotoren von Silent Hektik gemacht.

 

 

aktualisiert am 25.09.2008

 

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