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aktualisiert am 04.09.2007

 

G/S-HPN-Leistungsmessungen
     
Umbau-Start
 

HPN-Heck

 
 
   Bilder 3
Q-Tech-Heck ...
 
     

Im Frühjahr 2006 habe ich eine erste Prüfstandsmessung meines von Q-Tech aufgebauten 1043er Motors machen lassen; KM-Stand seinerzeit ca. 35000 km; HD 150 links / 155 rechts; LuFi BMW:

hpn bmw sr-racing

Ergebnis:

86.8 Nm bei 3350 U/min

69.6 PS bei 6900 U/min

Damit konnte ich natürlich noch nicht ganz zufrieden sein - Jungs wollen ja immer den Längsten haben ;-)

Allerdings zeigte die Kurve trotz etwas enttäuschender Gesamtleistung einen - für meinen Geschmack - traumhaften Drehmomentverlauf: mit fast 85 Nm in den Anfang der Messung bei 3000 U/min ... Zum Vergleich: hier ist das Leistungsdiagramm des alten Motors, R 80 G/S mit 1000er-Satz von BMW und 32er Vergasern, Papierluftfilter, G/S-Auspuff und Q-Tech-Doppelzündung, aber keinen weiteren Modifikationen:

Im Herbst 2006 - Kilometerstand 44000 - fuhr ich mit der Q zu Sepp Bruckschlögls SR-Racing. Dort wurde zuerst eine Eingangs-Leistungsmessung gemacht; auf dem unteren Bild ist das die rote Kurve.

Ergebnis:

87.8 Nm bei 3450 U/min

70.7 PS bei 6970 U/min

- also minimal bessere Werte als bei der Messung 2005:

sr-raacing leistungsdiagramm

Dann wurde durch Bruckschlögls Jungs in der Werkstatt die 2-in-1-Anlage angebaut, während Ecki alias Froschkönig und ich Kaffeetrinkend die Zeit totschlugen ;-)

sr-racing............... 1043

Kaffee, Auspuffumbau bzw. -anpassung und Leistungsmessungen sind übrigens im Preis inbegriffen (!)

g/s............... sr-racing

Mit der frisch angebauten Anlage ging es sogleich auf den Prüfstand.

Beeindruckend war die Tatsache, dass allein der Austausch der Monolever-2-in2-Anlage gegen die SR-2in1 ohne sonstige Modifikationen einen erheblich fülligeren Drehmomentverlauf brachte, lediglich die Drehmomentspitze wurde durch die anschliessenden Prüfstandsläufe und Hauptdüsenanpassung durch Sepp etwas angehoben.

Sepp Bruckschlögl passte die Hauptdüsen von zuvor links=150, rechts=undefinierbar (!) auf beidseitig 158 ø an.

Ergebnis:

95.3 Nm bei 4400 U/min

71 PS bei 6200 U/min

Lambdawert = 0.85 - gleichmässig war die Lambdakurve zuvor schon.

...............

Sepp und Olli führten abschliessend sogar noch eine db-Messung durch; mit dem Ergebnis, dass die Anlage bei 3500 U/min im Standbetrieb 2 db unter den gesetzlichen Vorgaben bleibt ... bei dem genialen Klang beinah unglaublich!

 

Und was hat es gebracht ... ?

Und wieder die Frage aller Fragen ;-)

Zuerst zweierlei:

- 841,- € weniger auf dem überziehungskreditgeplagten Konto (was wiederum für eine komplette Auspuffanlage, Umbauarbeiten und diverse Prüfstandsläufe mit Sicherheit nicht zuviel ist!!!! - den Kaffee und die Brotzeit nicht zu vergessen ;-)) )

- und auf der heimfahrt habe ich mich dann hauptsächlich am genialen Sound beim Anlassen und Gasaufziehen erfreut - DAS macht süchtig!!!! ;-)

... wobei ich irgendwann mal bemerkte, dass das dominante Eintopfhämmern hauptsächlich dem geringen Abstand Schalldämpfer - Nummernschild geschuldet war :-( nachdem ich das gefixt hatte (und mir das Q-Tech-Heck bereits durch die Hitze des Endtopfs verbogen war ... ), wurde der Klang dumpf, aber erheblich leiser ...

Ansonsten hat sich für mich nicht soooo viel getan bezüglich Drehfreude und Fahrdynamik - die G/S zieht ebenso gut aus dem Drehzahlkeller (1500 - 2500 U/min) wie vorher, allerdings spürbar rauher als vor dem Umbau.

...............

Nach einem Jahr und etwa 25000 Kilometern Erprobung der neuen Anlage ist sie - wie auch von Sepp Bruckschlögl prophezeit - wohl vernünftig eingelaufen und offenbart tatsächlich ein etwas leichtfüssigeres Drehverhalten.

Von der Vorher-Nachher-Euphorie, die auf diversen Gästebucheinträgen beschrieben wird, habe ich mich allerdings mitnichten anstecken lassen.

Die Anlage ist sauber verarbeitet, hält trotz der etwas labil erscheinden Aufhängung sicher am Motorrad, und dort, wo die Leistungsmessung eine Verbesserung der Durchzugswerte ausgespuckt hat (ab 3600 U/min), kann ich es nicht leugnen, dass das Mopped leichtfüssig dreht und heftig vorprescht - das gern zitierte Gummiband trifft es ganz gut: man dreht am Gas und der Vortrieb kommt vielleicht ein wenig schneller und nachhaltiger als mit der 2-in-2-Anlage - aber das ist vielleicht auch dem olfaktorischen Gesamtbild geschuldet: wo´s ballert, muss es auch krachen ;-)

Die G/S ist dadurch zwar weder ein anderes Mopped geworden noch kann ich die Maschine auf einmal nicht mehr bändigen - aber es zieht lustiger durch bei genialem Sound - meine Kumpels bei der Saisonabschlusstour meinten, ob ich jetzt einen KTM-Einzylinder fahren würde;-)

Da ich vorher schon eine gut auf mich agepasste und optimierte R 80 G/S mit 1000er Motor gefahren hatte, hatte ich nicht das "wie-Neugeboren"-Gefühl auf den ersten paar tausend HPN-Kilometern. Von wegen "Popometer" und so ...

Auch steht noch eine Vergleichsmessung auf dem Wellbrockprüfstand (auf dem ich neben dem jetzigen Motor auch den 971er der alten G/S hatte prüfen lassen) aus.

 

Zum Benzinverbrauch: auf der Rückfahrt von Bayern nach Bremen schwankten die Verbräuche zwischen 5,5 (gemächliche Autobahnfahrt mit Baustellen und bei Regen) und 6,5 (Rest der Autobahn und erstes Stück unserer Saisonabschlusstour) - letzterer Verbrauch wäre für Autobahn sehr gut, letzterer für das Tempo und den Mix eher hoch - was aber nicht zuletzt daran gelegen haben dürfte, dass ich jede Gelegenheit genutzt habe, um am Gas zu drehen und den satten Klang zu geniessen ;-))

Die letzte Tankfüllung (Landstrasse / Autobahn) ergab einen Verbrauch von 5,4 l. Insgesamt scheint der Verbrauch konstant geblieben zu sein, auch mit Versuchen an Bedüsung (HD 148 - 158) und LuFi (K&N und BMW Serie). Norwegen 2007 brachte einmal mehr Verbräuche mit einer 4 vorm Komma ... ;-)

 

Übrigens haben beide Krümmer auf der Autobahn zu glühen angefangen - und bei Tageslicht habe ich auch gesehen, warum: die BMW-Sturzbügel hindern die Auspuffwärme wohl am abdampfen, ich habe jetzt in Höhe der Sturzbügel zwei bläuliche Schatten auf den Rohren ...

Wie mir Uwe Röth mitteilte, hat er diese Flecken aber auch ohne Sturzbügel (aka Motorschutzbügel) an seiner SR-Alage an einer R 80 GS/ Bj. 95.

...................

Und, last not least: die lustigen Ma-o-ams auf den Krümmern, die man auf einigen Bildern erkennen kann, sind einer Intervention von Froschkönig zu verdanken, der kritisiert hatte, dass die Krümmer bei "ordnungsgemäßem Einsatz" (d.h. auf Schotter ;-)) recht schnell durch Steinschlag verbeult werden; das Material ist ja auch recht dünn.

Sepp Bruckschlögl hat schnell reagiert und erstmal die besagten VA-Ma-o-ams anschweissen lassen (die Verwendung stärkerer Rohre kam für ihn nicht in Frage, einerseits wegen der dann zwangsläufigen Änderung der Strömungsverhältnisse, andererseits durch die Auslegung seiner Rohrbiegemaschinen) - sowas nennt man schnelles Reagieren auf Anregungen der Kunden ... oder?

 
 

 

 

 

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