Und
was hat es gebracht ... ?
Und
wieder die Frage aller Fragen ;-)
Zuerst
zweierlei:
- 841,-
€ weniger auf dem überziehungskreditgeplagten Konto (was
wiederum für eine komplette Auspuffanlage, Umbauarbeiten und
diverse Prüfstandsläufe mit Sicherheit nicht zuviel ist!!!!
- den Kaffee und die Brotzeit nicht zu vergessen ;-)) )
- und
auf der heimfahrt habe ich mich dann hauptsächlich am genialen
Sound beim Anlassen und Gasaufziehen erfreut - DAS macht
süchtig!!!! ;-)
...
wobei ich irgendwann mal bemerkte, dass das dominante Eintopfhämmern
hauptsächlich dem geringen Abstand Schalldämpfer - Nummernschild
geschuldet war :-( nachdem ich das gefixt hatte (und mir das Q-Tech-Heck
bereits durch die Hitze des Endtopfs verbogen war ... ), wurde der
Klang dumpf, aber erheblich leiser ...
Ansonsten
hat sich für mich nicht soooo viel getan bezüglich Drehfreude
und Fahrdynamik - die G/S zieht ebenso gut aus dem Drehzahlkeller
(1500 - 2500 U/min) wie vorher, allerdings spürbar rauher als
vor dem Umbau.
...............
Nach
einem Jahr und etwa 25000 Kilometern Erprobung der neuen Anlage
ist sie - wie auch von Sepp Bruckschlögl prophezeit - wohl
vernünftig eingelaufen und offenbart tatsächlich ein etwas
leichtfüssigeres Drehverhalten.
Von
der Vorher-Nachher-Euphorie, die auf diversen Gästebucheinträgen
beschrieben wird, habe ich mich allerdings mitnichten anstecken
lassen.
Die
Anlage ist sauber verarbeitet, hält trotz der etwas labil erscheinden
Aufhängung sicher am Motorrad, und dort, wo die Leistungsmessung
eine Verbesserung der Durchzugswerte ausgespuckt hat (ab 3600 U/min),
kann ich es nicht leugnen, dass das Mopped leichtfüssig dreht
und heftig vorprescht - das gern zitierte Gummiband trifft es ganz
gut: man dreht am Gas und der Vortrieb kommt vielleicht ein wenig
schneller und nachhaltiger als mit der 2-in-2-Anlage - aber das
ist vielleicht auch dem olfaktorischen Gesamtbild geschuldet: wo´s
ballert, muss es auch krachen ;-)
Die
G/S ist dadurch zwar weder ein anderes Mopped geworden noch kann
ich die Maschine auf einmal nicht mehr bändigen - aber es zieht
lustiger durch bei genialem Sound - meine Kumpels bei der Saisonabschlusstour
meinten, ob ich jetzt einen KTM-Einzylinder fahren würde;-)
Da
ich vorher schon eine gut auf mich agepasste und optimierte R 80
G/S mit 1000er Motor gefahren hatte, hatte ich nicht das "wie-Neugeboren"-Gefühl
auf den ersten paar tausend HPN-Kilometern. Von wegen "Popometer"
und so ...
Auch
steht noch eine Vergleichsmessung auf dem Wellbrockprüfstand
(auf dem ich neben dem jetzigen Motor auch den 971er der alten G/S
hatte prüfen lassen) aus.
Zum
Benzinverbrauch: auf der Rückfahrt von Bayern
nach Bremen schwankten die Verbräuche zwischen 5,5 (gemächliche
Autobahnfahrt mit Baustellen und bei Regen) und 6,5 (Rest der Autobahn
und erstes Stück unserer Saisonabschlusstour)
- letzterer Verbrauch wäre für Autobahn sehr gut, letzterer
für das Tempo und den Mix eher hoch - was aber nicht zuletzt
daran gelegen haben dürfte, dass ich jede Gelegenheit genutzt
habe, um am Gas zu drehen und den satten Klang zu geniessen ;-))
Die
letzte Tankfüllung (Landstrasse / Autobahn) ergab einen Verbrauch
von 5,4 l. Insgesamt scheint der Verbrauch konstant geblieben zu
sein, auch mit Versuchen an Bedüsung (HD 148 - 158) und LuFi
(K&N und BMW Serie). Norwegen 2007 brachte einmal mehr Verbräuche
mit einer 4 vorm Komma ... ;-)
Übrigens
haben beide Krümmer auf der Autobahn zu glühen
angefangen - und bei Tageslicht habe ich auch gesehen, warum: die
BMW-Sturzbügel hindern die Auspuffwärme wohl am abdampfen,
ich habe jetzt in Höhe der Sturzbügel zwei bläuliche
Schatten auf den Rohren ...
Wie
mir Uwe Röth mitteilte, hat er diese Flecken aber auch ohne
Sturzbügel (aka Motorschutzbügel) an seiner SR-Alage an
einer R 80 GS/ Bj. 95.
...................
Und,
last not least: die lustigen Ma-o-ams auf den Krümmern, die
man auf einigen Bildern erkennen kann, sind einer Intervention von
Froschkönig zu verdanken, der kritisiert hatte, dass die Krümmer
bei "ordnungsgemäßem Einsatz" (d.h. auf Schotter
;-)) recht schnell durch Steinschlag verbeult werden; das Material
ist ja auch recht dünn.
Sepp
Bruckschlögl hat schnell reagiert und erstmal die besagten
VA-Ma-o-ams anschweissen lassen (die Verwendung stärkerer Rohre
kam für ihn nicht in Frage, einerseits wegen der dann zwangsläufigen
Änderung der Strömungsverhältnisse, andererseits
durch die Auslegung seiner Rohrbiegemaschinen) - sowas nennt man
schnelles Reagieren auf Anregungen der Kunden ... oder? |